Versteigerungsbedingungen für Fahrzeuge

Die Versteigerung oder der Verkauf erfolgt im Namen oder für Rechnung der Einlieferer. Hierzu führt HENRY’s über ein Losnummernverzeichnis die Adresse der Bieter/Käufer.

Katalognummern HENRY’s behält sich das Recht vor, Katalognummern zu vereinigen, zu trennen und wenn ein besonderer Grund vorliegt, außerhalb der Reihenfolge anzubieten oder zurückzuziehen.

Gewährleistung Die Kraftfahrzeuge werden als Sammlerstücke und nicht als Verkehrsmittel verkauft. Käufer werden besonders darauf hingewiesen, dass bei verkauften Fahrzeugen möglicherweise Ersatzteile eingebaut wurden, dass die Lackierung erneuert wurde oder die Fahrzeuge aus Teilen anderer Fahrzeuge bestehen können. HENRY’s verlässt sich auf Angaben des Verkäufers und Sachverständige zu Alter, Zustand und Echtheit und führt keine eigenen Prüfungen von Fahrzeugen durch.

Bietaufträge müssen in schriftlicher Form erfolgen und gelten als unwiderruflich erteilt. Es kann eine Unterrichtung seitens HENRY’s erfolgen, sollte ein Bietauftrag unterhalb des Höchstgebotes anderer Bietaufträge liegen; in diesem Fall wird der Bietauftragnicht unwirksam. Bei Versteigerungen beträgt die Steigerungsquote im Normalfall 10% zum nächst höheren 100er, 1.000er oder 10.000er-Betrag. Angegebene Schätzpreise (Estimates) stellen keine Limitpreise dar, sondern geben die (Preisspanne der) erwarteten Verkaufspreise wieder. Der untere Preis ist der Startpreis der Auktion. Der Limitpreis beruht auf einer Vereinbarung von HENRY’s mit dem jeweiligen Einlieferer und muss den Bietern nicht mitgeteilt werden. Bei Nichterreichen des Limitpreises kann der Zuschlag „unter Vorbehalt“ erteilt werden und bedarf der Zustimmung des Einlieferers. HENRY‘s kann für den Einlieferer bis zum vereinbarten Limitpreis bieten, ohne dies anzuzeigen und unabhängig davon, ob andere Gebote abgegeben werden. Schriftliche Gebote werden unabhängig von ihrer Höhe „billigst“ bedient, d.h. HENRY’s verpflichtet sich, lediglich das letzte vorliegende Gebot mit höchstens der Summe zu überbieten, die als Steigerungsquote vorgegeben ist. Bei „Ohne-Limit Angeboten“ beginnt HENRY’s beim höchsten, evtl. vor der Auktion abgegebenen schriftlichen Gebot.

Zuschlag Der Zuschlag wird erteilt, wenn nach dreimaligem Aufruf des Höchstgebots kein höheres Gebot erfolgt. Mit dem Zuschlag kommt zwischen dem Bieter und dem Einlieferer ein Kaufvertrag zustande. Telefonbieter werden vor Aufruf der gewünschten Position angerufen, falls hierfür ein schriftlicher Auftrag vorliegt. Eine Garantie für das Zustandekommen der Telefonverbindung übernimmt HENRY’s nicht. Der Anruf erfolgt auf Kosten von HENRY’s. Der Zuschlag kann im Namen des Einlieferers vorbehalten oder verweigert werden. Bei mehreren gleichen Geboten entscheidet die Reihenfolge des Auftragseingangs. Wenn irrtümlich ein rechtzeitig abgegebenes Gebot oder ein Telefonauftrag übersehen wurde, ist HENRY’s befugt, den Zuschlag zurückzunehmen und den Gegenstand erneut anzubieten. Dies gilt auch für alle Beanstandungen unmittelbar nach dem Zuschlag oder nach der Auktion. Bei Vorbehaltszuschlägen ist der Bieter 14 Tage an sein Gebot gebunden.

Internet-Live-Bietsystem HENRY’s übernimmt keine Garantie für die technische Möglichkeit des Aufbaus einer Internetverbindung oder der rechtzeitigen Übermittlung von Geboten während einer Auktion. Hierbei empfiehlt sich eine frühzeitige Gebotsabgabe um sicher in der Auktion berücksichtigt zu werden.

Zahlung und Aufgeld Aufgeld Der Zuschlag verpflichtet zur sofortigen Zahlung in bar zzgl. 12% Aufgeld pro Fahrzeug. Im Aufgeld ist die gesetzliche Mehrwertsteuer enthalten. Internet-Live-Bietsysteme: Bei Zuschlägen über Fremdplattformen können Verkaufsprovisionen hinzukommen, sofern dies jeweils angegeben ist. Die Mehrwertsteuer aus dem Aufgeld wird erstattet, wenn binnen Monatsfrist ein zollamtlicher Ausfuhrnachweis erbracht wird oder die Ausfuhr durch den Versteigerer zu bewirken ist. Rechnungen an Fernbieter sind spätestens 10 Tage nach Rechnungsdatum fällig. Zahlungen gelten erst nach unwiderruflicher Gutschrift als bewirkt. Eine spätere und unbare Zahlung ist nur mit Einverständnis des Versteigerers zulässig. Alle Kosten, Steuern, Spesen etc. einer unbaren Zahlung gehen zu Lasten des Ersteigerers.

Übergang von Besitz und Gefahr Besitz und Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Beschädigung gehen unmittelbar mit Zuschlag/Kauf - das Eigentum erst bei vollständiger Zahlung - auf den Käufer über.

Abholung Der Käufer ist verpflichtet, das/die ersteigerte/n/gekaufte/n Fahrzeug/e sofort abzuholen und den Kaufpreis zu entrichten. Holt der Käufer das/die Fahrzeug/e nicht innerhalb von 10 Tagen nach dem Auktions/Kaufdatum ab, kommt er in Verzug. Danach können die Fahrzeuge einer Spedition zur Lagerung übergeben werden. Die Kosten der Lagerung und der Spedition sind vom Käufer zu tragen. Sie betragen 25 € pro Tag.

Zahlungsverzug Entrichtet der Käufer nach Ablauf des 10. Tages nach Auktions-/Kaufdatum nicht den vollständigen Kaufpreis, kommt er ohne gesonderte Mahnung in Verzug. Der Käufer hat insoweit die gesetzlichen Zinsen zu entrichten. Eine weitere

Zahlungsaufforderung erfolgt nicht. Kann HENRY’s nicht bis zu dem genannten Datum keine Gutschrift auf seinem Konto verzeichnen, behält sich HENRY’s sowohl im Namen des Verkäufers als auch im eigenen Namen sämtliche Rechte vor. Insbesondere behält sich HENRY‘s vor, für den Verkäufer den Rechnungsbetrag zzgl der weiteren Kosten einzuklagen bzw. im eigenen Namen Schadensersatzansprüche gemäß den vereinbarten Versteigerungs- und Lieferbedingungen (Aufgeld, Abgeld, Verzugszinsen sowie weitere Verzögerungsschäden) geltend zu machen oder die Ware erneut in einer der nächsten Auktionen zu versteigern, wobei der Käufer keinen Anspruch auf einen eventuellen Mehrerlös hat und einen etwaigen Mindererlös auszugleichen hat.

Erfüllungsort und Gerichtsstand Ist der Käufer Kaufmann, ist der Erfüllungsort und Gerichtsstand der Firmensitz von HENRY’s Auktionshaus. Es gilt deutsches Recht. Sollte eine der Bedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleibt die Gültigkeit

der übrigen Bestimmungen davon unberührt.

Verantwortlichkeit für die Auktion: Ralf Häge


Stand 10/2017