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Die Philosophie des Mittelalters

von Daniel Schwamm (19.11.1994 bis 21.11.1994)

Aus "Heimat des Dilettantismus"
http://www.henrys.de/daniel/index.php?cmd=texte_philosophie-des-mittelalters.htm

Inhalt

1. Die Patristik

2. Die Scholastik

3. Mystizismus

4. Die Philosophie der Renaissance

5. Die Philosophie der Neuzeit (bis Kant)

  5.1 Der Empirismus Bacons

  5.2 Der Naturalismus von Hobbes

  5.3 Der Rationalismus des Descartes

  5.4 Okkasionalismus

  5.5 Der transzendente Realismus Spinozas

  5.6 Der Idealismus des Leibniz

  5.7 Lockes Empirismus

  5.8 Berkeleys subjektiver Idealismus

  5.9 Humes Skeptizismus

1. Die Patristik

Träger dieser Periode waren die Kirchenväter (Patres). Sie beginnt etwa um 200 n.Chr. Bestimmt wurde sie v.a. von Origenes und Augustinus. Das Christentum war noch jung und hatte sich bei vielen eher über das Gefühl als den Verstand durchgesetzt. Die Patristik versuchte nun, dem Glauben eine vernünftige Basis zu verschaffen.

Augustinus war ein Heidensohn, zunächst Skeptiker, dann Neuplatoniker, schließlich wurde er von Ambrosius für das Christentum gewonnen. Bereits lange vor Descartes erkannte er, daß man alles bis auf die eigene Existenz in Frage stellen kann. Anders als die späteren Subjektivisten glaubte er jedoch, daß die Erkenntnisse, die die Vernunft aufzeigt, ebenfalls Sein müssen, d.h. objektive Realität besitzen.

Probleme hatte Augustinus mit dem menschlichen Willen, den er grundsätzlich als frei einordnete. Da ein freier Wille aber zu frei für sein Gottesverständnis war, lehrte er, daß nur Adam den freien Willen besessen habe, ihn aber durch den Sündenfall verloren habe. Seidem bedürfen wir der Gnade und Führung Gottes, um das Heil finden zu können.

Augustinus glaubte an die Existenz zweier Welten: Dem Gottesstaat (civitas Dei) und dem Erdenstaat (civitas terrena). Im ersteren leben die Gläubigen, im zweiteren die Gottesfeinde. Zwischen diesen Welten kommt es seit Anbeginn der Geschichte zu Kämpfen. Augustinus unterteilt diese Geschichte in 6 Perioden: Von Adam bis Noah, von Noah bis Abraham, von Abraham bis David, von David bis zur babylonischen Gefangenschaft, von dort bis zu Christus und schließlich die sechste Periode, die christliche Periode, die mit dem Sieg des Gottesstaates über den Erdenstaat enden wird. Das Böse wird dann der ewigen Verdammnis anheim fallen.

Die Nähe von Augustinus zu Platon drückt sich u.a. darin aus, daß er dessen Staatsphilosophie übernommen hat, die sich an einer Dreiteilung der Seele orientiert. Platon sieht als die Führer des Staates (als Vernunft der Seele) die Könige und Philosophen, wohingegen Augustinus statt Philosophen von Priestern spricht. Auf diese Weise legitimierte die Kirche ihre Machtstellung in der irdischen Existenz.

2. Die Scholastik

Die Legitimierung des dogmatischen Glaubens mittels der Vernunft verlagerte sich von den Kirchenvätern zu den Mönchen in den Klöstern (scholae). Die Empirie, die später für die Naturwissenschaften so wichtig wurden, spielten für die Kirchenmänner noch keine Rolle. Anselm von Canterbury drückte das durch den Satz "Ich glaube, um zu erkennen" aus.

Zentrales Thema der Scholastik war der Universalienstreit. Unter Universalien wurden Allgemeinheitsbegriffe verstanden. In jeder der drei Scholastik-Perioden dominierte hierzu eine andere Sicht. Diese waren im einzelnen:

In der Frühscholastik war man sehr platon-nahe, man glaubte an einen Begriffsrealismus (nicht identisch mit dem Realismus der Aufklärung), d.h an eine objektive Realität vor den Dingen. Es galt sogar, daß Ideen umso realer sind, je allgemeiner sie sind. Die höchst abstrakte und allumfassende Vorstellung von Gott war damit die allerrealste. Anselm von Canterbury suchte daher nach einem Gottesbeweis, da aus diesem alles andere würde herleitbar sein. Sein ontologischer Beweis war, daß Gott existieren muß, weil Gott das höchste Wesen ist, daß gedacht wird, und weil ein auch außerhalb der Vernunft existierendes Wesen als höher anzuersehen ist, als eines, welches nur in der Phantasie existiert (an diesem "Beweis" wurde von Kant kritisiert, daß die Existenz kein Merkmal des Begriffs sei: Wer an 100 DM glaubt, besitzt dieselben noch lange nicht. Auch Thomas von Aquino lehnte ihn ab.)

Die Hochscholastik, geprägt v.a. von Abaelard (berühmt geworden durch seine Liebe zur Kleriker-Nichte Heloise), Albertus Magnus und Thomas von Aquino, entdeckte den Aristoteles neu, wodurch auch nicht-theologische Themen das Interesse der Mönche fanden. Sie vertraten die Position des gemäßigten Begriffsrealismus, d.h. sie glaubten, daß jedem Ding die Universalien bereits innewohnen (Immanenz), die Universalien also einen objektiv realen Hintergrund besitzen.

Die Spätscholastik wendete sich noch stärker von der Metaphysik ab. Man glaubt nun nicht mehr, daß die Gesamtwirklichkeit nur mittels der Vernunft zu erkennen wäre. Die Universalien sind nur noch bloße Namen, Begriffe, die ausschließlich im erkennenden Subjekt existieren, die also erst nach den Dingen existieren. Diese Position wird auch Nominalismus genannt.

Charakteristisch für die Spätscholastik war der Briefstreit zwischen Thomas von Aquino und dem Schotten Duns Scotus über die Willensfreiheit gewesen. Während Thomas von einem Determinismus ausging (Abhängigkeit von Gott), vertrat Scotus den Indeterminismus, der dem Individuum wesentlich mehr Bedeutung zumißt. Der Mensch hat hier Kraft seines Willens die Möglichkeit die Gnade Gottes zu erwerben.

Die Philosophie der Kirchenleute hatte nicht den gewünschten Effekt gebracht. Sie hatte die dogmatischen Glaubenssätze nicht als wahr beweisen können. Doch nach Meinung der Spätscholastiker war das keinesfalls eine Katastrophe. Wie Wilhelm von Occam lehrte, war gerade die Nichtbeweisbarkeit das wertvolle am Glauben.

3. Mystizismus

Nach dem wissenschaftlichen Glaubenzugang versuchten es andere eher über das Gefühl. Bernhard von Clairvaux, Meister Eckart und Johann Tauber sind berühmte Mystiker, die versuchten, das Gottesbewußtsein in sich aktivieren zu können. Etwas in Verruf geriet die Mystik dann durch die zahlreichen Schwärmer, die auf alle nur erdenklichen Wege Gottes Licht erblicken wollten.

4. Die Philosophie der Renaissance

In der Spätscholastik hatte sich die Trennung von Wissenschaft und Glauben bereits angekündigt. Aristoteles begann Platon immer mehr zu verdrängen, wohingegen aber auch Aristoteles Arbeit immer mehr durch eigene Forschung ergänzt wurde. Drei Gedanken dominierten diese Zeit:

1. Die Unendlichkeit der Welt: Nikolaus von Kues erkannte, daß, wenn die Erkenntnis unendlich ist, auch die Welt unendlich groß sein muß.

2. Die Einheit von Geist und Natur: Paracelsus lehrte, daß die Sterne ein Makrokosmos sind und der der Mensch analog dazu ein Mikrokosmos.

3. Die Emanzipation des Individuums: Giordano Brunos Modell von den vernunftbegabten Monaden hob die Selbständigkeit des Einzelnen hervor, auch wenn jede Monade von der Übermonade Gott umfaßt wird (Pantheismus).

5. Die Philosophie der Neuzeit (bis Kant)

In der Neuzeit drängte die empirische Methode der Wissenschaft auch in der Philosophie vor. Über die Induktion gelangt man zu Hypothesen, die man dann mittels der Deduktion prüfen kann. Diese Form der Philosopie, der Empirismus, der von Bacon begründet wurde, stand der deduktiven Philosophie des Rationalismus gegenüber, die hauptsächlich von Descartes geprägt wurde. Beide Philosophien trennten sich sinnlos, wie später Kant aufzeigen sollte. Der Empirismus wurde immer subjektiver und skeptischer, während der Rationalismus immer objektiver und dogamtaischer wurde.

5.1 Der Empirismus Bacons

Bacon (der nicht mit dem Roger Bacon des Mittelalters verwechselt werden darf), der später wegen Bestechlichkeit aus seinem Amt flog, wendete sich gegen die Lehren des Aristoteles. Er behauptete, über die Deduktion seien keine neue Erkenntnisse zu gewinnen. Drei Punkten bestimmten im wesentlichen seinen Empirismus:

1. Um objektiv arbeiten zu können, muß man sich von all seinen Vorurteilen frei machen, also auch von überkommenden Glaubensvorstellungen (diese müssen einfach geglaubt werden, wodurch Gott Ehre getan wird).

2. Erscheinungen sind in einzelnen Fällen zu untersuchen.

2. Durch Induktion gelangt man zu neuen Erkenntnissen (man erkennt die Formen, die platonischen Ideen). Deduktive Methoden wie Mathematik sind völlig wertlos, alleine das durch die Erfahrung gegebene ist relevant.

5.2 Der Naturalismus von Hobbes

Hobbes Hauptwerk war die Verpflanzung der Naturwissenschaften in die Philosophie. Er lehnte jegliche Metaphysik ab und betrachtete die Religion als ein eigenständiges Gebiet. Seine Philosophie war eine Lehre von erfahrbaren Körpern, zu denen er auch künstliche wie den Staat dazuzählte. Als Vertreter des Nominalismus lehrte er, daß das Denken auf das Konstruieren seiner Gegenstände gerichtet ist. "Alle Erkenntnis beruht auf Empfindungen". Sein Weltbild war mechanistisch, an die Willensfreiheit wollte er nicht glauben.

Bedeutung erlangte Hobbes v.a. durch seine Staatsphilosophie. Er schätze den Menschen als "Wolf" ein, mit einem egoistischen Machttrieb (cupiditas naturalis) und einem Selbsterhaltungstrieb (ratio naturalis). Der Staat war das notwendige Mittel, um den Egoismus der Menschen in gemäßigte Bahnen zu lenken. Mit dieser Ansicht unterstützte er den gerade aufkommenden Absolutismus.

5.3 Der Rationalismus Descartes

Anders als die Empiriker, glaubte Descartes, daß neue Erkenntnisse sehr wohl durch Deduktion zu erlangen sind, und zwar durch Erinnerung dessen, was die Seele in ihrer Präexistenz an platonischen Ideen hatte sehen können. Diese angeborenen Ideen nannte er idea innatae. Es sind dies:

1. Cogito ergo sum: Nur an der eigenen Existenz kann nicht gezweifelt werden.

2. Gott: Hierzu lieferte er den psychologischen Gottesbeweis: Meiner endlichen Seele bin ich mir sicher; da Gott unendlich ist, kann meine Seele ihn nicht geschaffen haben; da dessen Idee aber allgemein existiert, kann er sich in meine Seele nur selbst eingepflanzt haben, muß also existieren.

3. Logische Gesetze

4. Mathematische Sätze

5. Raum ist gleich Materie

Descartes unterscheidet drei Erkenntnisstufen:

1. Empirische Erkenntnisse, bei denen sich die Seele passiv verhält.

2. Vorstellungen, die zu Gegenständen des Denkens werden.

3. Reines Denken, z.B. der Umgang mit der Mathematik.

Besonders interessant ist Descartes Vorstellung von der Existenz Dreier verschiedenen Substanzen:

1. Gott: Er ist ungeschaffene Substanz.

2. Seele: Sie ist geschaffene Substanz, nicht räumlich, aber denkend. Sitz der Seele ist die Zirbeldrüse, da sie das einzige unpaarige Organ im Körper ist (?).

3. Materie: Sie ist geschaffene Substanz, räumlich, aber nicht denkend. Soetwas wie einen leeren Raum gibt es nicht (Raum=Materie). Die Materie verhält sich mechanisch, besitzt also keinen Zweck.

Descartes lehrte, daß zwischen den verschiedenen Substanzen keine Wechselwirkungen bestehen. Da nun aber ein konsequenter Leib-Seele-Dualismus der eigenen Erfahrung widerspricht, mußte er sich zu der Inkonsequenz hinreißen lassen, wenigstens zwischen der Seele und der Materie des menschlichen Körpers Wechselwirkungen, die über die sogenannten Lebensgeister übertragen werden, bestehen. Dennoch gilt aber, daß der Körper auch ohne Seele leben könnte.

5.4 Okkasionalismus

Descartes Vermutung der Wechselwirkung zwischen Seele und Körper fand bei den Rationalisten wenig Anklang. Sie behauptete daher, daß es Gott sei, der bei allen anstehenden Gelegenheiten (Okkasionen) diese Wechselwirkung vortäuschen würde. Malebranche ging sogar soweit, auch alle Wechselwirkungen innerhalb der Substanzen zu leugnen und sie dem Einfluß Gottes zuzuschreiben. Der Mensch und die (kausale) Natur sind damit zur völligen Passivität verdammt, alles, was geschieht, geschieht alleine durch Gott.

5.5 Der transzendente Realismus Spinozas

Spinoza, der sein Brot mit Linsenschleiferei verdiente, war stark von Descartes beeinflußt worden. Wie er glaubte er an angeborene Ideen (die Zeit gehörte bei ihm übrigens nicht dazu; sie war nur Vorstellungsbehelf), die Schwarz-Weiß-Logik und an das mechanistische Weltbild. Den Leib-Seele-Dualismus verschärfte er, indem er die Wechselbeziehungen zwischen den Substanzen leugnete. Nach ihm gibt es nur eine Substanz, die mit Gott, der Natur und der Ursache ihrer selbst identisch ist. Ihr sind unendlich viele Attribute zugewiesen, aber nur die physischen und psychischen sind für den Menschen wahrnehmbar. Wenn also in der Welt etwas geschieht, geschieht dies nur einmal, ändert aber jedes seiner Attribute unabhängig voneinander (psychophysischer Parallelismus). Aus diesem Grund ist jeder Stein beseelt und jede Seele ein Körper in der Vorstellung.

Interessant bei Spinoza ist seine Lust- und Unlust-Lehre. Gefühle, als eine von drei seelischen Vorgängen (die anderen beiden sind Vorstellungen und der unfreie Wille), unterstehen dem Primat der Selbsterhaltung. Gefühle wie Mitleid, Reue und Kampfeslust erzeugen Unlust und stehen im Gegensatz zur Selbsterhaltung, sind also keine wünschenswerten ethischen Zielsetzungen.

5.6 Der Idealimus Leibniz

Leibniz, der sich stets zu Recht unterschätzt fühlte, glaubte an die Existenz von Monaden. Diese sind Seelen eines Organismus, die keine Fenster haben, d.h. von Außen nicht beeinflußt werden können. Da nun auch die Seele eine solche Monade darstellt, muß alles Wissen bereits vorher in ihr vorhanden sein. Jede Monade ist ein Spiegel des Universums, d.h., daß alles, was geschieht, in allen Monaden geschieht - wie bei zwei Uhren, die synchron zueinander verlaufen und dennoch völlig unabhängig voneinander sind (prästabilisierte Harmonie).

Wichtig bei Leibniz ist dessen Gesetz der Kontinuität. Es behauptet, daß jede verworrene und klare Idee ihre Entsprechung in der realen Welt haben müsse. So seinen verworrene Ideen in der unbelebten Natur vorzufinden, während Gott, der die Monaden erschuf, die allerreinste Idee darstellt. Diese Kontinuität verlangte auch die Aufnahme des Bösen in unserer Welt, die dennoch aufgrund der Wahl Gottes die gesamtharmonischste und also die beste aller Welten ist.

5.7 Lockes Emprismus

Als Nominalist lehnte Locke die ideae innatae ab. Im Verstand ist nichts zu finden, was nicht vorher Empfindung war (sensations bevor reflexions; Leibniz dagegen: Außer dem Verstand selbst). Die Seele ist zu Beginn völlig leer, eine tabula rasa. Nur die Fähigkeit zur Erkenntnis ist angeboren, nicht die Erkenntnis selbst. Ein Kind z.B. weiß nicht von Geburt an den logischen Satz "A und nicht A" als Widerspruch zu entlarven (hier macht Locke einen Fehler, denn die Rationalisten glauben ebenfalls nicht an die Existenz angeborener Bewußtseinsinhalte). Selbst die Idee Gottes, die allgegenwärtig ist, beruht auf der Erfahrung der Zweckmäßigkeit und dem Nachdenken über die Natur.

5.8 Berkeleys subjektiver Idealismus

Bacon glaubte, die Empirie liefert dem Bewußtsein ein gebrochenes Bild der Realität. Hobbes identifizierte Empfindungen als Grundlage der Erkenntnis. Locke behauptete daher, alles Wissen sei subjektiv und damit nicht sicher. Berkeley schließlich ging soweit, die Existenz einer realen Außenwelt in Frage zu stellen (wie später auch Mach). Alle Erfahrung ist immanent, die Außenwelt daher nur Teil unserer Innenwelt, v.a. sei die Welt der Dinge an sich, der Realität hinter der Realität, zu negieren. Wir glauben nur, etwas zu wissen.

Weiterhin behauptete Berkeley, daß es abstrakte Allgemeinheitsvorstellungen nicht geben können, denn jeder würde sich z.B. unter Frau eine konkrete, individuelle Frau vorstellen (hier steht er im Gegensatz zu Locke).

5.9 Humes Skeptizismus

Hume, der Begründer des Positivismus, war der bedeutenste Philosoph Englands, obgleich er sich zweimal vergeblich um eine Professur bewarb. Auch er glaubte, alle Erkenntnis rühre aus der Erfahrung. Bewußtseinsinhalte werden nur durch Impressionen wie Hören, Sehen, Liebe und Haß, sowie Vorstellungen wie Kopien von Impressionen und Erinnerungen (Gott z.B. ist nur die Folge überschätzter Güte) aufgefüllt. Mit seiner Position des positivistischen Skeptizismus - die Existenz der realen Welt ist möglich (der Glaube daran sogar sinnvoll), aber nicht beweisbar - steht er zwischen Berkeley, der die Außenwelt vollständig verneint, und Locke, der die Außenwelt als notwendig und mit Qualitäten wie Raum und Zeit versehen erachtet.

Eine Sonderrolle nimmt die Kausalität bei Berkeley ein: Sie ist wie die Außenwelt nur ein sinnvoller Glaube, der aus dem Instinkt der Gewohnheit herrührt. Den Zufall lehnt er jedoch als nicht wissenschaftlich ab, obgleich er diesbezüglich auch nicht unbedingt auf einen Determinismus bestehen will.


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